Ausbildung als Florist/in abgeschlossen – Was nun?

Nach 3 Jahren Ausbildung endet die Lehrzeit mit der theoretischen und praktischen Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Nun hat man den Gesellenbrief in der Tasche, aber wie geht’s weiter? Um seinen eigenen Stil zu finden, ist es hilfreich, viele Erfahrungen zu sammeln. Das heißt, je nach Möglichkeit ist es ratsam, mal ein paar Jahre in verschiedenen Blumengeschäften oder sogar vielleicht im Ausland zu arbeiten. Auch Teilnahme an Berufswettkämpfen sind immer wieder spannend und lehrreich.

Fachseminare mit verschiedenen Themen

Sinnvoll ist auch der Besuch von verschiedenen Fachseminaren. Diese sind meist spezialisiert auf bestimmte Themengebiete. Die Palette der Fortbildungen ist groß, von Trauerfloristik über Hochzeitsfloristik bis hin zu Kundenbindung oder Wirtschaftlichkeit eines Blumengeschäftes. Gerade bei dieser Form der Weiterbildung kann man sich die für einen relevanten Themen am besten aussuchen. Meistens finden diese Kurse dann an einem Tag oder an einem Wochenende statt. Das heißt es ist zeitlich überschaubar und auch die Kosten halten sich im Rahmen.

Möchte man sich langfristig noch zusätzlich zu dem Abschluss als Florist/in qualifizieren, kommen zwei Weiterbildungen in Frage:

  1. Meisterprüfung Florist/in:
    Voraussetzung dafür ist der Berufsabschluss Florist/in und 3 Jahre Berufspraxis. Den Meisterlehrgang kann ein Florist entweder in einem Jahr mit Vollzeitunterricht absolvieren, oder berufsbegleitend in Form von Blockunterricht über 15 Monate.
  2. Fortbildung zur/m staatlich geprüfte/n Gestalter/in für Blumenkunst:
    Voraussetzung dafür ist der Berufsabschluss Florist und mindestens 1 Jahr Berufspraxis. Hierbei dauert die Fortbildung 2 Jahre mit Vollzeitunterricht.

Welche Institutionen bilden weiter?

Verschiedene Institutionen wie staatliche Schulen oder private Träger in ganz Deutschland bieten Fachseminare und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Der FDF Bundesverband mit Sitz in Gelsenkirchen hat zum Beispiel vor Ort eine Meisterschule mit Blockunterricht. Der FDF Landesverband Bayern hat in seinem Bildungszentrum für Floristen, die FDF Meisterschule Nürnberg integriert. In Straubing gibt es eine Meisterschule unter einem staatlichen Träger. Den Abschluss „staatlich geprüfter Florist“ kann ein Florist in Weihenstephan an der staatlichen Fachschule für Blumenkunst erwerben.

Wer rastet, der rostet

Wie überall im Leben ist auch Fortbildung mit Kosten verbunden. Gut zu wissen ist, dass man für Meisterlehrgänge finanzielle Unterstützung in Form von Meister-BAföG beantragen kann. Außerdem lassen sich Weiterbildungskosten steuerlich absetzen.

Es gibt also viele Möglichkeiten sich als Florist weiterzubilden und Erfahrungen zu sammeln. Wichtig ist es dran zu bleiben, denn wer rastet, der rostet.

Habt ihr Fragen zu dem Thema? Meldet euch gerne einfach bei uns und wir leiten euch an die entsprechenden Stellen weiter.